RETROKONZEPTE ist 10. Feiern Sie mit!

Wortmarke 10 Jahre RETROKONZEPTEWortmarke 10 Jahre RETROKONZEPTE / © Dirk Wahlers
Plakat Kanonen statt Butter / 2006Plakat Kanonen statt Butter / 2006 / © Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum / Gestaltung Eckstein und Hagestedt, Kiel
Heinrich Freytag, Werbeplakat für den NDL, 1914Heinrich Freytag, Werbeplakat für den NDL, 1914 / Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum
Wortmarke LeibEigenschaftenWortmarke LeibEigenschaften / © ZwoAcht

Im März 2019 wird RETROKONZEPTE 10 Jahre alt.
Das feiern wir zehnmal:

Jeden Monat von März bis Dezember gibt es

  • eine Geschichte aus 10 Jahren Ausstellungserlebnissen
  • ein dazu passendes Buchgeschenk (Wer zuerst kommt, liest zuerst!)
  • dazu RETROKONZEPTE-Fanpost an einen Menschen, der in den 10 Jahren eine große Rolle gespielt hat
  • und jeweils eine Spende für einen guten Zweck

Kapitel 1: Wie alles begann
RETROKONZEPTE gibt es seit März 2009. Die Anfänge reichen aber weiter zurück: in meine Volontärszeit im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Die wiederum begann mit einer echten Herausforderung für eine völlige Anfängerin in Sachen Museum: Es galt, in wenigen Monaten eine – in groben Zügen bereits ankonzipierte – Ausstellung zum Thema Ernährung und Propaganda im „Dritten Reich“ auf die Beine zu stellen. Das hat gut geklappt, auch weil die Sammlung des Kieler Museums viele Ansatzpunkte bot, neue Forschung zur NS-Wirtschaftspolitik und zur Rolle der „Volksgemeinschaft“ einzubringen.

Die Ausstellung »Kanonen statt Butter« wurde sogar zur Wanderausstellung. 2006 war sie zunächst im Kieler Stadtmuseum zu sehen, 2007 im Dokumentationszentrum Prora auf Rügen, 2008 in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen und im Industriemuseum Elmshorn, 2009 in der Stiftung Domäne Dahlem, Berlin, und 2010 in den Museen der Stadt Rendsburg und im Kreismuseum Peine. Und wer hat das organisiert? Ich als Freiberuflerin. Das bedeutete nicht nur einen willkommenen kleinen Nebenverdienst, sondern – im Rückblick – auch den Einstieg in die Selbstständigkeit. Dazu mehr in der nächsten Geschichte.
(Sonja Kinzler, März 2019)

Das Buchgeschenk des Monats: ein Restexemplar des längst vergriffenen, oft nachgefragten Ausstellungsbüchleins „Kanonen statt Butter“. Wer zuerst mit dem Betreff „Kanonen statt Butter“ an kinzler@retrokonzepte.de schreibt, bekommt es.

Die Fanpost des Monats März geht an Dr. Doris Tillmann, Leiterin des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum, seither Partnerin für viele großartige Projekte.

Die Spende des Monats geht an die Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft für NS-Opfer in Mittel- und Osteuropa.

mehr zum Projekt Kanonen statt Butter, auch Bilder
www.kiel.de/de/kultur_freizeit/museum/
www.stiftung-evz.de/start.html

Kapitel 2: Gleich ein großes Projekt: Nordlandreise
»Nordlandreise: Die Geschichte einer touristischen Entdeckung« war eine Idee von Doris Tillmann. Wir haben die Ausstellung 2010 in Kiel und in Bremerhaven eröffnet, 2012 am Nordkapp und in Harstad und 2012 in Tromsø. Im Rahmen der Vorbereitung haben wir eine der weltbekannten Traumreisen unternommen: die Hurtigrutentour von Bergen nach Kirkenes. Der Zweck war in erster Linie, Museen in verschiedenen Hafenstädten für Kooperationen zu gewinnen. Das war spannend, lehrreich und hat gut geklappt. Die Reise war toll, aber wir haben echt geackert: Eigentlich saßen wir in in jeder freien Minute am Katalog, und, ehrlich gesagt, war mich auch oft schlecht. Etterpå studerte jeg Norsk. Det var veldig godt for den neste Norgeprosjekten: Der Kieler Frieden (2014). (Sonja Kinzler, April 2019)

Das Buchgeschenk des Monats April: ein Exemplar des Ausstellungskatalogs „Seemann Kumpel Eisenbahner“, publiziert mit Jens Buttgereit, von dem noch die Rede sein wird, für das Deutsche Schiffahrtsmuseum, damals noch mit zwei F. Warum nicht „Nordlandreise“? Der ist leider auch schon lange vergriffen, außerdem wurden die beiden Ausstellungen fast gleichzeitig eröffnet. (Das war stressig, aber auch toll!) Wer zuerst mit dem Betreff „Seemann Kumpel Eisenbahner“ an kinzler@retrokonzepte.de schreibt, bekommt ihn.

Die Fanpost des Monats April geht an Anett Nylund vom Nordkappmuseum, wo wir „Nordlandreise“ im Juni 2012 gemeinsam aufgebaut haben. Um die Jahreszeit ist es dort immer hell, die Sonne scheint nachts. Irre! Bei Anett, Leif und Tobias habe ich den bislang mit Abstand besten Rotbarsch meines Lebens gegessen.

Die Spende des Monats geht an Seawatch zur Finanzierung eines Rettungsrings.

www.retrokonzepte.de/referenzen/projekte/nordlandreise.html
www.retrokonzepte.de/referenzen/projekte/seemann-kumpel-eisenbahner.html
www.retrokonzepte.de/referenzen/projekte/der-kieler-frieden.html
sea-watch.org

In der ersten Maiwoche folgt das dritte Kapitel. Schauen Sie wieder rein!

Kapitel 3: barrierefrei ausstellen – das Projekt LeibEigenschaften (2012)
Mit der Universität Bremen bin ich seit 2008 verbandelt – in erster Linie durch Lehraufträge in den Fachbereichen 08 und 09. Meist ging es dabei um Museologie oder Ausstellungsanalyse. Es entstanden aber auch Ausstellungen (zu einer Lesezeichensammlung, »Ausplündern und Verwalten«, über einen Bunker). Davon wird noch die Rede sein.

2012 gab es im Bremer Haus der Wissenschaft eine barrierefreie Ausstellung über »Behinderung« in der Vormoderne zu sehen: LeibEigenschaften. Cordula Nolte, die die Creative Uni »homo debilis« leitete, sprach mich als Kuratorin an. Unter einer Vielzahl von Beteiligten waren auch ZwoAcht mit im Boot, mit denen ich gemeinsam im Existenzgründungsprogramm BRUT gewesen war.

LeibEigenschaften war tatsächlich so barrierearm – es gab Leichte Sprache, Tastmodelle, ein Leitsystem, Gebärdenfilme etc. – wie ich bis dato nicht wieder ausstellen konnte. Das ist sehr, sehr schade, vom Abbau von unterschiedlichen Barrieren in Ausstellungen profitieren Alle! Hier ist also noch viel zu tun. (Sonja Kinzler, Mai 2019)

Das Buchgeschenk des Monats: ein Exemplar des Ausstellungskatalogs LeibEigenschaften, herausgegeben mit Cordula Nolte 2012. Er enthält ein Grußwort von Annelie Keil, Informationen zur Ausstellung, Bilder aus der Ausstellung und Aufsätze von den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus dem Projekt »homo debilis«. Wer zuerst mit dem Betreff »LeibEigenschaften» an kinzler@retrokonzepte.de schreibt, bekommt das Buch.

Die Fanpost des Monats geht an Cordula Nolte, Mittelalterprofessorin an der Uni Bremen. Es hat mich einfach beeindruckt, wie unerschrocken sie für LeibEigenschaften so viele Mitwirkende aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammengebracht hat – von der Kunsthochschule bis zum Gehörlosenverband.

Die Spende des Monats geht an die Lebenshilfe Bremen.

die RETROKONZEPTE-Seite zum Thema
ein Online-Beitrag von Sonja Kinzler zum Thema
das Inhaltsverzeichnis des Katalogs
homo debilis
Lebenshilfe Bremen
BRUT
Zwo.Acht

Anfang Juni folgt die nächste Geschichte. Schauen Sie wieder rein!

©2019 RETROKONZEPTE