Der Bunker, der auf Bremen schaut. Kriegskrankenhaus, Atombunker, Kulturclub

Ausstellungsplakat Der Bunker, der auf Bremen schautAusstellungsplakat Der Bunker, der auf Bremen schaut / © Rejane Salzmann

Flyer zur Ausstellung zum Download

Ausstellung im Aufbau, Bild 1Ausstellung im Aufbau, Bild 1 / © Sonja Kinzler
Ausstellung im Aufbau, Bild 2Ausstellung im Aufbau, Bild 2 / © Sonja Kinzler
Hochbunker in der Hans-Böckler-StraßeHochbunker in der Hans-Böckler-Straße / © Rasmus Rienecker

Vom 15. September bis 12. Oktober 2018 wurde der Hochbunker in der Hans-Böckler-Straße durch eine Ausstellung im Kulturbunker an der Berliner Straße erlebbar gemacht.

Im Bremer Stadtbild sind ehemalige Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg keine Seltenheit, und doch wissen die Wenigsten um die Hintergründe dieser Bauwerke. Der Waller Hochbunker, den von außen durch Ferngläser schauende Menschen zieren, ist wohl bekannt, seine Geschichte jedoch nicht.

Dieser nun erstmals wissenschaftlich erforschte Bunker hat einen ganz besonderen Hintergrund: Er war nicht nur ein aus Beton gebautes Krankenhaus, sondern wurde in den sechziger Jahren zum Atomschutzbunker umfunktioniert. Seit einigen Jahren versucht das Zuckernetzwerk Bremen, den derzeit ungenutzten Bunker als Standort zu erwerben, um dort einen Kulturclub zu eröffnen. Die damit einhergehende Diskussion in den Medien greift die Geschichte
des Bunkers noch unzureichend auf. Vor diesem Hintergrund erscheint es essenziell, die wissenschaftliche Betrachtung der Entstehungs- und Nutzungshistorie im Rahmen einer Ausstellung aufzuarbeiten und somit in die aktuelle Debatte mit einzubeziehen.

Geschichtsstudierende der Universität Bremen konzipierten in zwei Semestern 2017 unter der Leitung von Dr. Sonja Kinzler die Ausstellung, die den Bau, das Thema Zwangsarbeit, den Krankenhausbetrieb während des Krieges und die Nachkriegsnutzungen beleuchtet. Für die Realisierung des Projektes kooperieren sie mit StudentInnen der Hochschule für Künste, dem Zuckernetzwerk und mit Kultur im Bunker e.V.. Während der Recherchearbeiten in verschiedenen Einrichtungen haben die Studierenden unter anderem Baupläne, Fotos und Interviews entdeckt, mithilfe derer die Bedeutung des Bunkers als Monument des Krieges, als Zufluchtsort, als Ort der Ausgrenzung, der Angst und der Hilfe sichtbar wird.

Die Ausstellung wurde mit Geldmitteln unterstützt durch: das Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt, das Ortsamt West, den Asta der Hochschule für Künste Bremen, die Kulturförderung des Studierendenwerks Bremen.

Veranstaltungsort: Kultur im Bunker e.V., Berliner Str. 22c

Vernissage: 15.9., 18 Uhr
Finissage: 12.10, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Do und Fr 15-19 Uhr
Sa 10-15 Uhr

Kontakt für nähere Informationen und Führungen: ausstellungdiakonissenbunker@web.de

Weser-Kurier, 21.9.2018

Kreiszeitung, 21.9.2018

taz, 17.9.2018

Pressemitteilung der Uni Bremen

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