Retrokonzepte ist 10 / März 2019 / #1

Kapitel 1: Wie alles begann

RETROKONZEPTE gibt es seit März 2009. Die Anfänge reichen aber weiter zurück: in meine Volontärszeit im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Die wiederum begann mit einer echten Herausforderung für eine völlige Anfängerin in Sachen Museum: Es galt, in wenigen Monaten eine – in groben Zügen bereits ankonzipierte – Ausstellung zum Thema Ernährung und Propaganda im „Dritten Reich“ auf die Beine zu stellen. Das hat gut geklappt, auch weil die Sammlung des Kieler Museums viele Ansatzpunkte bot, neue Forschung zur NS-Wirtschaftspolitik und zur Rolle der „Volksgemeinschaft“ einzubringen.

Die Ausstellung »Kanonen statt Butter« wurde sogar zur Wanderausstellung. 2006 war sie zunächst im Kieler Stadtmuseum zu sehen, 2007 im Dokumentationszentrum Prora auf Rügen, 2008 in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen und im Industriemuseum Elmshorn, 2009 in der Stiftung Domäne Dahlem, Berlin, und 2010 in den Museen der Stadt Rendsburg und im Kreismuseum Peine. Und wer hat das organisiert? Ich als Freiberuflerin. Das bedeutete nicht nur einen willkommenen kleinen Nebenverdienst, sondern – im Rückblick – auch den Einstieg in die Selbstständigkeit. Dazu mehr in der nächsten Geschichte.
(Sonja Kinzler, März 2019)

Das Buchgeschenk des Monats: ein Restexemplar des längst vergriffenen, oft nachgefragten Ausstellungsbüchleins „Kanonen statt Butter“. Wer zuerst mit dem Betreff „Kanonen statt Butter“ an kinzler@retrokonzepte.de schreibt, bekommt es.

Die Fanpost des Monats März geht an Dr. Doris Tillmann, Leiterin des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum, seither Partnerin für viele großartige Projekte.

Die Spende des Monats geht an die Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft für NS-Opfer in Mittel- und Osteuropa.

In der ersten Aprilwoche folgt das zweite Kapitel: Nordlandreise. Schauen Sie wieder rein.